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IMZ-Newsletter #6 August 2010
Diesmal mit folgenden Themen:
Tagung zu integrationspolitischen Maßnahmen auf kommunaler Ebene in Innsbruck Links zu Bildern von der Tagung sowie ausgewählte Hörbeispiele von den ReferentInnen finden Sie hier.
Im kommenden Jahr veranstaltet das Haus der Begegnung in Kooperation mit dem JUFF-Fachbereich Integration erneut einen Lehrgang, der sich mit den politischen und gesellschaftlichen Dimensionen der interkulturellen Arbeit und der kritischen Reflexion der (Eigen-)Praxis befasst. Der Lehrgang „Fit für Vielfalt?“ orientiert sich in seiner Konzeption am Leitbild einer „kritischen interkulturellen Bildung“. Die Themenauswahl spiegelt „Brennpunkte“ in der öffentlichen Debatte über Migration und Integration wider und vermittelt unterschiedliche (oft kontroverse) Perspektiven. Methodisch begleitet werden eigene Positionen und Reflexionslinien befragt und gesucht.Beim Lehrgang ist die Auseinandersetzung mit Praxisbeispielen von zentraler Bedeutung. Dies erfolgt durch Gespräche und Begegnungen mit „PraktikerInnen“, die die eigene Praxis reflektierend vermitteln. Das Fragezeichen im Titel ist Programm: die Lehrgangsperspektive fragt kritisch nach den Bedingungen und Möglichkeiten der „interkulturellen Bildung“. Raum und Impulse für die Selbstreflexion sind daher zentraler Bestandteil des Lehrgangskonzeptes. Auch die eigene Praxis sowie die persönlichen Zugänge zum Themenkomplex sollen reflektiert werden. Das Prospekt zum Lehrgang ist ab September erhältlich, Interessierte können ihre Anmeldung allerdings bereits jetzt vormerken lassen und Detailinformationen anfordern (begrenzte TeilnehmerInnenzahl). Details zum Lehrgang und den einzelnen Modulen finden Sie hier.
Im Zuge des Projekts „Vielfalt [daheim] in Tirol“ findet im September in Innsbruck ein Fotoworkshop mit der Fotografin und Filmemacherin Monika Zanolin statt. Der Workshop ist kostenlos und es sind noch Restplätze frei! JUFF – Fachbereich Integration
Lernbetreuung für Schulkinder Bisher waren die Zielgruppe ausschließlich Flüchtlingskinder, ab Herbst 2010 besteht auch für andere Kinder nichtdeutscher Muttersprache die Möglichkeit einer Teilnahme. Kontakt: Mag. Nikolaus Meze
"Mentoring für MigrantInnen“ ist eine gemeinsame Initiative des Österreichischen Integrationsfonds, der Wirtschaftskammer Österreich, und des Arbeitsmarktservice. Ziel ist es, erfahrene Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens – Mentoren - und Personen mit Migrationshintergrund - Mentees – zusammenzubringen und sie bei der Integration am österreichischen Arbeitmarkt zu unterstützen. Im Rahmen des regelmäßigen persönlichen Austausches erarbeiten die Mentoren mit ihren Mentees über rund sechs Monate Aktivitäten zum Einstieg in den Arbeitsmarkt. Das Projekt "Mentoring für MigrantInnen" läuft derzeit in der ersten Staffel. 15 Paare sind eine sechsmonatige Partnerschaft eingegangen, die die Mentees dabei unterstützen sollte, ihren beruflichen Qualifiktionen entsprechend umzusetzen. Nähere Informationen zum Projekt und den Bewerbungsmodalitäten finden Sie unter http://www.integrationsfonds.at/betreuung/beruf_beim_oeif/mentorenprogramm/#c1535
Veranstaltungsreihe: EineVeranstaltungsreihe des Instituts für Erziehungswissenschaften an der Universität Innsbruck geht derzeit der Frage nach, "inwiefern ‚Anerkennung‘ eine angemessene Leitidee des Handelns in und des Nachdenkens über migrationsgesellschaftliche Verhältnisse darstellen kann."
Alle Veranstaltungen finden im Institut für Erziehungswissenschaften, Liebeneggstraße 8, Innsbruck statt. Der Eintritt ist frei.
Zum ersten Mal in Tirol startet der Verein Multikulturell in Zusammenarbeit mit Dr. Hans Geiler und der privaten Kinderbildungseinrichtung Kindervilla einen Lehrgang "Interkulturelle Erziehung und Bildung – Ausbildung zur Assistentin / zum Assistenten für interkulturelle Bildung in Kinderkrippen, Kindergärten und Kindergruppen". Der drei Semester dauernde Lehrgangbietet Frauen und Männern mit Migrationshintergrund und guten Kenntnissen der Erst- und Zweitsprache (Türkisch, Serbisch, Kroatisch, Bosnisch und Deutsch) eine Grundausbildung, die sie befähigt, pädagogisches Fachpersonal in elementaren Bildungseinrichtungen (Kinderkrippe, Kindergarten, Kindergruppe) bei der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund zu unterstützen. Dabei sollen sie einerseits genau umschriebene Teilaufgaben der Erziehungs- und Bildungsarbeit übernehmen und reflektieren können, andererseits eine verlässliche Bezugsperson für Kinder mit Migrationshintergrund darstellen. Die Ausbildung soll auch befähigen, am Bau einer stabilen Brücke zu den Eltern der Kinder mitzuhelfen. Die angestrebte Fachkompetenz nd die Persönlichkeitsentwicklung der LehrgangsteilnehmerInnen sollen zur Akzeptanz und Anerkennung ihrer sprachlichen und interkulturellen Kompetenzen innerhalb der Bildungseinrichung führen. Nähere Informationen zum Lehrgang, zur Anmeldung und zu möglichen Förderungen zum Lehrgangsbeitrag erhalten Sie bei Verein Multikulturell
Edition angewandte im Springer-Verlag, Wien/New York, 2010 | Broschiert | ca. 250 Seiten | 24,95 EUR ISBN: 978-3-211-99151-0 Seit 15 Jahren arbeitet das Integrationshaus in Wien fremdenfeindlichen Tendenzen entgegen und unterstützt Asylsuchende und Flüchtlinge. Anlässlich dieses Jubiläums liefert der Band „Kosmopolitische Impulse. Das Integrationshaus in Wien“ einen Einblick in die Arbeit dieser Institution. Im ersten Teil des Buches wird beschreiben Sibylle Hamann und Andrea Eraslan-Weniger die Anfänge, Arbeitsschwerpunkte und politischen Forderungen des Integrationshauses; unter dem Titel „Geschichten aus der Engerthstraße“erzählen HausbewohnerInnen und MitarbeiterInnen über das Leben im Integrationshaus. Illustriert mit eindrucksvollen Bildern (großteils von Lukas Beck), schafft das Kapitel einen lebendigen Eindruck vom Alltag des Integrationshauses und der Menschen, die dort leben. Im Kapitel „Kommentare – Gespräche – Visualisierung“ geht es um Asyl- und Integrationspolitik, Hintergründen von Migrationsbewegungen und Migration als Thema in der Kunst. Kunst in Form von Architektur ist auch Gegenstand des letzten Kapitels: Peter Sellers, US-amerikanischer Regisseur, betreibt seit 3 Jahren gemeinsam mit der Wiener Universität für angewandte Kunst das Dachgarten-Projekt – das Flachdach des Integrationshauses soll zu einem „integrativen, multikulturellen und gemeinsamen Freiraum“ werden, das den BewohnerInnen Platz zum Atmen gibt. Im Vorwort werden die bei der Gründung des Integrationshauses involvierten KünstlerInnen als Beispiel dafür angeführt, „...wie soziale, kulturelle und künstlerische Zugänge in wegweisenden Projekten bereichernd zusammenwirken können, ohne sich von der gegenläufigen Politik entmutigen zu lassen. Dieser Band ist somit auch als Ermunterung für zukünftiges zivilgesellschaftliches Engagement zu verstehen.“ Wer sich von „Kosmopolitische Impulse“ ermuntern und ermutigen lassen will, kann das Buch ab sofort in der IMZ-Bibliothek http://www.imz-tirol.at/bibliothek.html ausleihen!
In dieser Rubrik präsentieren wir verschiedenste Fundstücke, die wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen.
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