|
IMZ-Newsletter #9 März 2011
Diesmal mit folgenden Themen:
Das ZeMiT führte 2010 das EIF- Projekt „Integrationsindikatoren und -monitoring im regionalen Kontext – Schwerpunkt Wohnen in Tirol“ durch. Die Ergebnisse des Projekts stehen ab sofort online zur Verfügung.
Themenschwerpunkte des Projekts waren einerseits die Wohnsituation von Menschen mit Migrationshintergrund in Tirol und andererseits die Wohnungvergabepraxis in ausgewählten Tiroler Gemeinden. Die Wohnsituation wurde in Kooperation mit Mag. August Gächter vom ZSI - Zentrum für Soziale Innovationen mittels einer Sonderauswertung des Mikrozensus untersucht. Acht Tiroler Gemeinden wurden telefonisch zu ihrer Wohnungsvergabepraxis befragt. Darüber hinaus wurden im Zuge des Projektes bestehende Empfehlungen für die lokale Wohnraumpolitik aus dem Nationalen Aktionsplan für Integration und dem CLIP Netzwerk (Cities for local Integration for Migrants) erhoben und durch Erfahrungen aus dem Projekt ergänzt. Die Projektstudien, eine Kurzzusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, einen Bericht über Stadtteilbegehungen in Innsbruck sowie "Empfehlungen für die lokale Wohnraumpolitik" finden Sie hier.
250 Menschen bei der Kundgebung gegen das FremdenUnrecht in Innsbruck!
Am Dienstag 22. Februar 2011 wurde im Ministerrat eine der schwerwiegendsten Veränderungen im "Fremdenrecht" unter dem ursprünglichen Deckmantel der "Rot-Weiß-Rot-Card" beschlossen. Neben massiven Verschärfungen im Asylgesetz ("Mitwirkungspflicht") und Fremdenpolizeigesetz (Schubhaft, Rückkehrverbote bei Verwaltungsdelikten etc.) sind auch dauerhaft in Österreich lebende Menschen mit Drittstaatsangehörigkeit (Nicht-EU-Staaten) davon betroffen.
Die wichtigsten Änderungen im Fremdenrecht finden Sie hier.
Die Informationsveranstaltung "Mindestsicherung und Fremdenrecht" am 31. Jänner in Innsbruck rief sehr großes Interesse hervor. Das ZeMiT plant für Herbst 2011 einen Lehrgang zum "Österreichischen Fremdenrecht". Was tut sich sonst noch in Österreich im Bereich der Fortbildung zum Fremdenrecht? Das ZeMiT - Zentrum für MigrantInnen in Tirol veranstaltete am 31. Jänner 2011 eine Informationsveranstaltung für MitarbeiterInnen in Sozial- und Beratungseinrichtungen zum Thema „Mindestsicherung und Fremdenrecht“. Das Interesse an der Veranstaltung war enorm: 70 Personen aus 22 unterschiedlichen Beratungseinrichtungen folgten den Ausführungen von Mag. Mario Hillebrand (Büro Landesrat Reheis), Josef Silberberger (AMS Tirol) und Dr. Paul Delazer (Rechtsanwalt in Innsbruck) mit großem Interesse. Die Inhalte der Vorträge zur Mindestsicherung finden Sie hier. Lehrgang "Grundlagen des österreichischen Fremdenrechts in Theorie und Praxis" ab Herbst 2011 Lehrgänge und Informationsveranstaltungen zum Fremdenrecht werden derzeit in Österreich von der Caritas, dem Österreichischen Institut für Menschenrechte, der Akademie für Recht Steuern und Wirtschaft und der Asylkoordination angeboten.
Die Ausstellung wurde am 12. Jänner in Innsbruck eröffnet und wird derzeit im Bundesschulzentrum in Wörgl gezeigt.
Der JUFF- Fachbereich Integration führt 2010/ 2011 das Projekt "Vielfalt daheim in Tirol", das vom Europäischen Integrationsfonds kofinanziert wird, durch. Die Motivation für die Durchführung des Projekts entstand aus dem Bedürfnis, die öffentliche Debatte zu Migration und Integration in Tirol um positive Aspekte zu erweitern und zu beleben. 2010 wurden in unterschiedlichen Arbeitsgruppen die Exponate für die Wanderausstellung entwickelt und hergestellt. Zur Eröffnung der Ausstellung fanden sich am 12.Jänner rund 130 Personen im BFI in Innsbruck ein und lauschten den einführenden Worten von Dagmar Wresnik, Landesrat Gerhard Reheis und Hannes Gstir. Oscar Thomas Olalde und Verena Schlichtmeier gaben einen Vorgeschmack auf das "Gespräch über Integration", das am 19.1. 2011 im Rahmen der Ausstellung stattfand. Die Ausstellung wandert 2011 durch acht Tiroler Gemeinden und ist derzeit in Kufstein zu besichtigen. Aktuelle Ausstellungstermine und Informationen zu den Begleitveranstaltungen (Eröffnung, "Gespräch über Integration", Workshops und Führungen) finden Sie auf der Homepage von "Vielfalt daheim in Tirol".
Im Rahmen des Projektes "Vielfalt daheim in Tirol" arbeiteten MitarbeiterInnen des ZeMiT, des JUFF Fachbereichs Integration und der Universität Innsbruck gemeinsam an der Aufbereitung unterschiedlicher Themenschwerpunkte, die den BesucherInnen der Ausstellung in Form von Impulstexten zur Verfügung stehen.
Die Ausarbeitungen zu den Themen "Migration ist normal", "Migration betrifft Menschen", "Migration ist auch Flucht", "Migration und der Kulturbergiff", "Migration und Diskriminierung", "Migration ist notwendig" und "Migration ist Zukunft" können Sie hier nachlesen.
Beiträge der Tagung stehen als Audio Dokumente zur Verfügung!
Das Institut für Erziehungswissenschaften der Leopold Franzens Universität Innsbruck veranstaltete am 9. und 10. Dezember 2010 eine Tagung im Congress Innsbruck zu dem Thema 'Migrationsforschung als Kritik? Ansprüche, Praxen, Reflexionen'. Dabei wurden die Fragen "Welches Verhältnis hat Migrationsforschung zum Ansatz und der Idee von Kritik?" sowie "Welche Ansprüche, Praxen und Reflexionen sind bei einer sich kritisch verstehenden Migrationsforschung sinnvoll, üblich und angemessen?" zur Diskussion gestellt. Die Plenarvorträge von María do Mar Castro Varela, Inci Dirim und Erol Yildiz sowie die Beiträge der einzelnen Panels wurden von FREIRAD aufgenommen und stehen im cultural broadcasting archive zum Nachhören und Download bereit.
"Die Zeit" vom 3.2.2011 Die Zeit vom 3.2.2011 widmet sich unter dem Titel "Kaputtgegangen" dem Schicksal der ersten Generation der GastarbeiterInnen. Anhand der sehr persönlichen Darstellung der Erfahrungen von Naile Gürsoy werden dabei Aspekte des Schicksals vieler Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter dargestellt. Die beschriebenen Problemlagen spiegeln auch die Lebenssituationen vieler KlientInnen des ZeMiT wieder. Die Darstellung von Maria Starkl orientiert sich entlang eines persönlichen Lebensberichtes und blendet dadurch alternative Bewältigungsstrategien aus. Trotz dieser Einseitigkeit ist der Beitrag äusserts lesenswert und vermittelt ein Gefühl für das Schicksal vieler Menschen, die einen wesentlichen Beitrag für den Aufstieg Österreichs zu einem modernen Wohlfahrts- und Sozialstaat geleistet haben, der allzuoft unberücksichtigt bleibt. Hier können Sie den Artikel nachlesen.
Bücher zum Thema Integration können Sie kostenlos in der Bibliothek des IMZ ausleihen!
Weitere interessante Termine finden Sie laufend auf der IMZ-Homepage
In dieser Rubrik präsentieren wir verschiedenste Fundstücke, die wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen.
|











